Italien für Entdecker
Newsletter Nummer 5 März 2010

 

Liebe Interessentinnen und Interessenten, der fünfte Newsletter ist fertig.

Eine Fortsetzung folgt, Monat für Monat steht im Newsletter:
- eine von mir ausgearbeitete Kurzreise
- Verschiedenes über die italienische Sprache, Feste, Veranstaltungen, Ereignisse...
- ein Rezept zum Nachkochen von meiner Lebensgefährtin Barbara

Gerne halte ich Sie auch über Veränderungen auf der Webpage auf dem Laufenden.
Ab jetzt erscheint der Newsletter ca. Mitte eines Monats für den Folgemonat.

Zu den bisherigen Texten über
- Agriturismo, die italienische Variante des "Urlaubs auf dem Bauernhof"
- Bed & Breakfast informiert ein Text über
- Hotels/Pensionen in Italien.
Laufend kommen auch Beschreibungen zu den Einträgen dazu.

Auf Anregung einer Leserin habe ich im Newsletter zur besseren Orientierung eine Landkarte eingefügt.

 
 

REISEVORSCHLAG FÜR 2-3 TAGE

 

Friaul Julisch-Venetien

Bisher fristet die Region Friaul Julisch-Venetien im äußersten Nordosten Italiens touristisch eher ein Schattendasein. Dabei gibt es hier viel zu entdecken und zu erleben.
Die über hundertjährige Herrschaft Österreichs hat Spuren in Lebensart, Folklore und Küche vieler Städte hinterlassen.
Mit einer vielfältigen Kultur und Tradition ist das Gebiet mit seiner Hauptstadt Triest ein sehr attraktives Reiseziel, insbesondere Naturliebhaber geraten angesichts der unberührten Strände, Lagunen, Grotten, schneebedeckten Bergkuppen und üppigen Vegetation ins Schwärmen.
Um diese Region in seiner Fülle kennen zu lernen, bedarf es einer mindestens zweiwöchigen Reise. Der Reisevorschlag beschränkt sich deshalb auf die friaulische Küste und die Gegend um Udine, dem Herzen Friauls.

Wenn Sie vom Westen ankommen, steuern Sie am besten zuerst das charmante Städtchen Marano Lagunare an. Marano ist ein bedeutender Fischmarkt, wo die Trawler große Mengen an Fisch anlanden. Im Hafen können Sie die Fischer bei der Arbeit beobachten. Natürlich gibt es einige gute Fischrestaurants hier; probieren Sie die Taverna al Pescatore aus.
www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=138

Grado liegt am Ende einer langen Landzunge, die sich weit in die Adria erstreckt. Es hat eine bildschöne autofreie Altstadt mit verwinkelten calli (Straßen), die immer wieder zu kleinen Plätzen führen. Von hier aus bietet sich ein Ausflug in die Naturreservate der Isonzo-Mündung an.
www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=150

Weiter Richtung Norden lohnt sich ein Zwischenstopp in Palmanova. Der Ort entstand auf dem Reißbrett nach den Prämissen einer Renaissance-Idealstadt mit radialer Straßenführung und sternförmigem Umriss. Einen Rundgang beginnt man am besten an der Piazza Grande im Zentrum, einem sechseckigen Platz, von dem aus sechs Straßen zu den Stadttoren und zu drei der insgesamt neun Bastionen führen.
www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=139

Einen besonderen Genuss verspricht die Stadt Udine, wo venezianische Adelige im 15. und 16. Jahrhundert zahlreiche prachtvolle Palazzi errichteten. Genießen Sie die Atmosphäre der Piazza della Libertà und starten Sie dann einen Rundgang zum Dom und zum Castello.
www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=145

 

 

Wer sich für Archäologie interessiert, findet in Cividale del Friuli reiches Anschauungsmaterial im hiesigen Museum. Im Stadtzentrum sind noch viele mittelalterliche Bauten erhalten.
www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=134

Weinliebhaber kommen in Cormons www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=147 auf ihre Kosten: dieses gemütliche Städtchen mit unverkennbar österreichischem Einfluss bringt hervorragende Weine hervor: Sie können sie in der Cantina Produttori Cormòns kaufen.
www.italienfuerentdecker.de/unterkunft-details.php?id=4056

Krönender Abschluss der Kurzreise ist die Stadt Gorizia, neben Nikosia auf Zypern die letzte noch geteilte Stadt in Europa. Jedoch leben hier Italiener (im Westteil der Stadt) und Slowenen (im Ostteil) friedlich nebeneinander und pflegen einen regen Handelsverkehr.
www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=148

Bei www.italienfuerentdecker.de finden Sie unter der Region Friaul-Julisch Venetien in den Provinzen Udine und Gorizia Übernachtungsmöglichkeiten (Bed-and-Breakfast, Hotels, Agriturismo) sowie Adressen von Restaurants. Sicher ist das Passende für Sie dabei.

Anreise mit dem Flugzeug:

Air Berlin, www.airberlin.com fliegt von vielen deutschen Städten nach Venedig, Ryanair von mehreren deutschen Städten nach Treviso, TUI, www.tuifly.com vom Flughafen Köln-Bonn nach Verona und Venedig. Lastminute-Tickets finden Sie unter L´Tur, www.ltur.com und www.lastminute.de.

Mietwagen:

www.mietwagen-auskunft.de/italien

Anreise mit dem Auto:

Über den Brenner - Verona - Padova: nicht die kürzeste, aber schnellste Verbindung
alternativ: Lienz (Tirol) - Plöckenpass oder auf der Autobahn über Villach (Kärnten) - Tarvisio (Friaul)

 
 

SAGRE - DIE VOLKSFESTE ITALIENS

 

Ein Muss für viele Italiener: die Sagra. Bei den äußerst beliebten Festen, die einem regionalen landwirtschaftlichen Produkt oder einer gastronomischen Spezialität gewidmet ist, wird geschlemmt und gefeiert.

Sagra (Plural: sagre) kommt vom lateinischen sacrum: heilig. Schon die Römer feierten den Zyklus der Jahreszeiten mit Tier- und Speiseopfern.
Im Mittelalter begannen kostümierte Aufführungen, Turniere und religiöse Umzüge.
Dem Kirchweihfest in Deutschland vergleichbar, trugen die Sagre den Namen des jeweiligen Ortsheiligen. Heute bezeichnet die Sagra allgemein ein Volksfest, das einem regionalen landwirtschaftlichen Produkt oder einer gastronomischen Spezialität gewidmet ist, z. B. regionalen Pastagerichten, Olivenöl, Wein; typischerweise heißen diese Feste dann Sagra dell'uva - Fest der Weintraube, Sagra della castagna - Fest der Esskastanie, Sagra del cinghiale - Fest des Wildschweins etc.
Das Fest ist Ausdruck der engen Beziehung der Menschen zu den Früchten ihres Territoriums. Jede Sagra wird von lokalen Komitees monatelang sorgfältig vorbereitet, oft werden Wettbewerbe für neue Ideen zur Gestaltung ausgeschrieben.
Ist es dann soweit, treffen sich Jung und Alt. Die aufgebauten Stände sind eine wahre Freude fürs Auge, es wird gebrutzelt und gekocht, gut und reichlich gegessen und anschließend getanzt.

 
 

REZEPT

 

Frico

Frico ist ein Käsegericht aus der Pfanne, das aus der Bergregion Karnien kommt und heute in Friaul Julisch-Venetien als Vorspeise gegessen wird. Oft wird dafür der typische Montasio-Käse verwendet.

Rezept für 4 Personen
3 EL Butter 1 Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten, 200 g junger Montasio-Käse (oder Provolone-Käse), 100 g reifer Montasio (oder Provolone)

1. Beide Käsesorten reiben.
2. Zwiebel in der zerlassenen heißen Butter andünsten, ohne sie Farbe annehmen zu lassen. Dann den Käse hinzugeben. Wenn der reife Montasio zu mild ist, mit Salz nachwürzen. Mit Pfeffer abschmecken.
3. Sobald die Käsemasse auf der Unterseite knusprig ist, wie ein Omelett wenden und auf der anderen Seite braten.

 

Ihnen eine gute Zeit!
Bis zum nächsten Newsletter, über Rückmeldungen freue ich mich!

 
 

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